Hundertwasser

Friedrich Stowasser wurde am 15. Dezember 1928 in Wien geboren. Besser bekannt ist er unter dem Namen Friedensreich Hundertwasser (Sto = Hundert – in vielen slawischen Sprachen). Er war ein österreichischer Künstler.

Hundertwassers Kunst ist nicht nur auf Gemälden und Kunstdrucken in Museen zu bestaunen, sondern auch in verschiedenen Städten. Hundertwasser-Häuser oder Bauwerke, die von Hundertwasser gestaltet wurden, sind etwas ganz besonderes und strahlen eine Verspieltheit und Wärme aus. Des Weiteren findet man Kunstdrucke auf Geschirr, Gläsern und vielem mehr.

Friedrich war da einzige Kind seiner Eltern. Sein Vater starb kurz nach seinem ersten Geburtstag, so dass ihn seine Mutter Elsa alleine groß zog. Bereit in jungen Jahren erkannten Hundertwassers Kunstlehrer seinen besonderen Sinn für Farben und Formen. Hundertwasser wurde 1935, obwohl seine Mutter Jüdin war, katholisch getauft – vermutlich aus Angst vor den Nazis. Um nicht aufzufallen schickte ihn seine Mutter auf eine staatliche Schule und nicht wie eigentlich gewünscht auf eine private.

1948 studiert Hundertwasser an der Akademie der bildenden Künste. Seit dieser Zeit signierte er seine Gemälde mit dem Namen „Hundertwasser“ (auch auf Kunstdrucken ist der Name „Hundertwasser“ zu lesen). Nach nur drei Monaten brach er sein Studium ab und begann zu Reisen. Zunächst ging es nach Italien und mit dem französischen Künstler René Brô weier nach Paris. Danach folgten weitere Reisen nach Tunesien, Marokko, Sizilien und in die Steiermark.

Hundertwasser reiste sehr viel und lernte zahlreiche Sprachen wie Englisch, Französisch, Italienisch, sowie etwas Japanisch, Russisch, Tschechisch und Arabisch. Immer mit dabei sein Reisemalkasten, um überall wo er war sofort malen zu können.

1952 stellte Hundertwasser seine Gemälde erstmals aus. Bis 1956 folgten weitere Ausstellungen in Wien, Mailand und Paris. Eine Ehe mit Herta Leitner 1958 wurde genauso wieder geschieden, wie die Ehe mit der Japanerin Yuko Ikewada 1962. Während der Zeit in Japan, wo er den Mainichi-Preis erhielt, entstand auch sein neuer Vorname „Friedensreich“, durch die Übersetzung seines Namens in die japanischen Schriftzeichen für „Friede“ und „reich“.

1982 gestaltete Hundertwasser die Fassade der Rosenthal-Fabrik um. Ein Jahr später folgte die Grundsteinlegung des Hundertwasser-Hauses in Wien. In den folgenden Jahren war Hundertwasser an vielen Architekturprojekten in Deutschland, Österreich, Schweiz, Kalifornien, Japan und Neuseeland beschäftigt.
Des Weiteren gestaltete Hundertwasser eine Ausgabe des latein-deutschen Wörterbuchs „Der kleine Stowasser“, sowie eine spezielle Edition der Bibel.

Am 19. Februar 2000 stirbt der Wahlneuseeländer Friedensreich Hundertwasser an Bord der Queen-Mary II. von Neuseeland nach Europa an Herzversagen. Auf seinen letzten Wunsch eingehend wurde er am 3. März 2000 unter einem Apfelbaum auf seinem Anwesen in Neuseeland beerdigt.